Living in My Shell
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Datenschutz

Version: 0.8.2

1 Wer verantwortlich ist

Felix Schuck
Nelkenstr. 14
D-67691 Hochspeyer
Deutschland

Für Fragen zum Datenschutz: info@living-in-my-shell.eu, +49 1515 9043929.

2 Worum es geht

„Living in My Shell“ besteht aus zwei Teilen:

  • der App auf dem Tablet, die eine betreute Person — im Folgenden „der Hero“ — vor sich stehen hat, und
  • der CompanionApp, einer Website, über die Angehörige und Begleiter die Inhalte dieses Tablets pflegen.

Ein Projekt verbindet beides: Es gehört einem Besitzer, hat weitere Begleiter, eine Mediathek, einen Kalender und genau ein gekoppeltes Tablet.

Die App auf dem Tablet verlangt keine Anmeldung und führt kein eigenes Konto. Sie gehört zu dem Projekt, mit dem sie gekoppelt wurde, und zeigt, was dort eingetragen ist.

3 Welche Daten verarbeitet werden

3.1 Konto eines Begleiters

E-Mail-Adresse, ein Passwort in gehashter Form, der Bestätigungsstand der Adresse und, falls eingeschaltet, die Angaben zur Zwei-Faktor-Anmeldung. Dazu die Zeitzone des Benutzers und die Zustimmungen zu Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung mit Fassung und Zeitpunkt.

3.2 Angaben eines Begleiters über sich

Je Projekt: Name, Funktion („Tochter“, „Pflegedienst“), Telefonnummer, ein Bild und die Rolle im Projekt. Diese Angaben sieht der Hero auf dem Tablet — dafür sind sie da. Dazu je Projekt die Zustimmung zu dessen Projektregeln, mit Fassung und Zeitpunkt.

3.3 Angaben über den Hero

Name, Geburtstag, eine freie Beschreibung und ein Bild. Der Hero trägt sie nicht selbst ein; sie stammen von den Begleitern. Siehe Abschnitt 8.

3.4 Inhalte

  • Mediathek: Fotos, Videos und Diaschauen, die Begleiter hochladen, mit Dateiname, Beschreibung, Typ, Größe und Abmessungen.
  • Kalender: Termine mit Titel, Text, Zeitpunkt, ganztägig oder nicht, dem zuständigen Begleiter und angehängten Medien.
  • Grüße: Bild-, Ton-, Video- oder Textnachrichten eines Begleiters an den Hero.

3.5 Was das Tablet zurückmeldet

Das Tablet meldet sich in regelmäßigem Takt beim Studio. Dabei entstehen:

Angabewozu
Zeitpunkt des letzten Kontaktsdamit der Besitzer merkt, wenn das Gerät stumm bleibt
Abweichung der Geräteuhr in Minuteneine falsch gehende Uhr zeigt Termine zur falschen Zeit
ob gerade ein Videogespräch läuftdamit nicht zwei Anrufe zugleich hereinkommen
Versionsnummer der Appum veraltete Geräte zu erkennen
Kennung des Geräts, Kopplungsgeheimnis in gehashter FormZuordnung zum Projekt
Kennung des zuletzt empfangenen Anstupsersum zu prüfen, ob der schnelle Weg trägt
welche Grüße der Hero zuerst gesehen hatsteuert, wie lange ein Gruß stehen bleibt
Smiley-Antworten des Hero auf einen Grußdie einzige Rückmeldung, die der Hero selbst gibt
seine Entscheidungen zu den Rechtstexten, mit Dokument, Fassung und Zeitpunktder Nachweis, dass er zugestimmt hat — und dass er es einmal nicht hatte

Es gibt keinen Standort, keine Kontakte, kein Mikrofon und keine Kamera außerhalb des Videogesprächs, keine Nutzungsstatistik und keine Werbekennung.

3.6 Videogespräche

Ein Begleiter kann den Hero anrufen. Das Gespräch läuft über einen eigenen Jitsi-Server (treffpunkt.leben-in-meiner-muschel.de), nicht über einen öffentlichen Dienst. Im Studio gespeichert wird nur, dass und wie lange ein Gespräch lief — die Bild- und Tondaten werden nicht aufgezeichnet. Während es klingelt, merkt sich das Studio außerdem für wenige Minuten, wer anruft — das Tablet holt den Anruf dort ab. Zu den Protokollen des Servers siehe Abschnitt 3.7.

3.7 Protokolle der Server

Beim Betrieb schreiben die Server Protokolle, um Fehler zu finden und Missbrauch zu erkennen. Darin stehen die IP-Adresse, der Zeitpunkt, die aufgerufene Adresse und die Kennung des Browsers oder der App, dazu technische Meldungen der Anwendung mit den Kennungen von Konto, Projekt oder Gerät. Der Server für Videogespräche hält fest, wann sich wer mit welcher IP-Adresse verbunden hat.

3.8 Meldungen über Inhalte

Wer über den Meldeweg einen Inhalt meldet – zu finden unter „Inhalt melden“ im Impressum –, gibt an, um welche Art von Inhalt es geht, wo er zu finden ist und warum er rechtswidrig sein soll; freiwillig auch Namen und E-Mail-Adresse. Die Meldung wird nicht mit einem Konto verknüpft, und die IP-Adresse wird nicht mit ihr gespeichert. Der Betreiber hält fest, wann er die Meldung abgeschlossen und was er geprüft und entschieden hat.

4 Wozu und auf welcher Grundlage

Die Verarbeitung dient dem Zweck, für den der Besitzer das Tablet aufgestellt hat: dem Hero zu zeigen, was seine Angehörigen für ihn eintragen, und ihn mit ihnen in Verbindung zu halten.

Für die Daten der Begleiter ist die Grundlage die Erfüllung des Vertrags, den sie mit dem Betreiber schließen (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO).

Für die Angaben über den Hero ist es das berechtigte Interesse des Besitzers und des Hero selbst (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO): Er bekommt genau das, wofür das Gerät bei ihm steht. Die Abwägung fällt zu seinen Gunsten aus, weil nichts verarbeitet wird, was über diesen Zweck hinausgeht — keine Werbung, keine Weitergabe, keine Auswertung seines Verhaltens.

Für die Betriebsdaten des Tablets (Abschnitt 3.5) ist es ebenfalls das berechtigte Interesse: Ohne sie bliebe unbemerkt, dass ein Gerät ausgefallen ist oder eine falsche Uhrzeit anzeigt.

Der Hero stimmt den Nutzungsbedingungen und dieser Erklärung am Tablet selbst zu (Abschnitt 8). Diese Zustimmung ist die Annahme der Bedingungen und der Nachweis, dass er unterrichtet ist; sie ersetzt die vorstehenden Grundlagen nicht und wird von ihnen nicht ersetzt.

Für Meldungen über Inhalte (Abschnitt 3.8) ist die Grundlage die rechtliche Pflicht des Betreibers, einen Meldeweg zu führen und Meldungen zu bearbeiten (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit Art. 16 der Verordnung (EU) 2022/2065, dem Gesetz über digitale Dienste). Soweit dabei Angaben über die Person verarbeitet werden, deren Inhalt gemeldet wurde, kommt das berechtigte Interesse hinzu, rechtswidrige Inhalte nicht über den eigenen Dienst zu verbreiten (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).

5 Wer die Daten bekommt

Empfängerwofürwo
Hetzner Online GmbH Betrieb von Server und Datenbank Falkenstein, Deutschland
Hetzner Online GmbH (Object Storage) Mediendateien Falkenstein, Deutschland
Google (Firebase Cloud Messaging) Anstupser an das Tablet, damit eine Änderung sofort ankommt statt beim nächsten Takt Google-Rechenzentren, auch außerhalb der EU
Hetzner Online GmbH (Mailversand) E-Mails an Begleiter und an Meldende (Bestätigung der Adresse, Kennwort, Hinweise zum Tablet, Antworten auf Grüße, Ende einer Teilnahme, Meldungen) Deutschland
Eigener Jitsi-Server, betrieben auf einem Server der Hetzner Online GmbH Videogespräche Falkenstein, Deutschland

Mit der Hetzner Online GmbH besteht ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er gilt für alle Leistungen von Hetzner in dieser Tabelle: Server und Datenbank, Object Storage, Mailversand und den Server, auf dem der Jitsi-Server läuft.

Die Übermittlung an Google in die USA stützt sich auf den Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission zum EU-US Data Privacy Framework (Art. 45 DSGVO), unter dem Google LLC zertifiziert ist, und ergänzend auf die Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO), die Bestandteil der Datenverarbeitungsbedingungen von Google (Cloud Data Processing Addendum) sind.

Zu Firebase: Übertragen wird die Gerätekennung von Firebase (der „Token“) und ein Anstoß ohne Inhalt. Die Nachricht selbst holt sich das Tablet danach direkt beim Studio; über Firebase geht sie nicht.

Behörden: Erfährt der Betreiber von einem Inhalt, der den Verdacht einer Straftat begründet, kann er den Inhalt und die Angaben, die zur Aufklärung nötig sind – etwa zu dem Konto, über das er eingestellt wurde –, an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeben. Grundlage ist eine gesetzliche Pflicht, wo sie besteht (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, etwa in Verbindung mit Art. 18 des Gesetzes über digitale Dienste), sonst das berechtigte Interesse, Straftaten über den eigenen Dienst nicht hinzunehmen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Name und E-Mail-Adresse eines Meldenden gibt der Betreiber nicht an die Person weiter, deren Inhalt gemeldet wurde.

Eine Weitergabe zu Werbezwecken findet nicht statt.

6 Wie lange

Inhalte bleiben, bis ein Begleiter sie löscht oder der Besitzer das Projekt oder sein Konto löscht. Die Löschung des Kontos ist ohne Rückfrage möglich und wirkt sofort; sie entfernt

  • die Anmeldung und das Konto,
  • alle eigenen Projekte mit Kalendereinträgen, Grüßen und Einladungen,
  • alle Mediendateien dieser Projekte, auch die Kopien im Speicher,
  • die Profile, die Beteiligte für diese Projekte ausgefüllt haben,
  • die Kopplung jedes zugehörigen Tablets.

Es gibt keine Wiederherstellung.

Für alles Übrige gelten diese Fristen. Was eine in Tagen oder Monaten bemessene Frist überschreitet, wird von selbst gelöscht.

AngabeFrist
Chronik eines Projekts90 Tage.
Smiley-Antworten des Hero30 Tage.
Wann der Hero einen Gruß zuerst gesehen hatso lange wie der Gruß selbst; die Angabe bestimmt, wie lange er angezeigt wird.
Betriebsdaten des Tablets (Abschnitt 3.5)nur der jeweils letzte Stand, ohne Verlauf; beim Trennen des Tablets werden sie gelöscht.
Zustimmungen der Begleiterso lange, wie das Konto besteht; die zu den Projektregeln eines Projekts, solange man ihm angehört.
Profil in einem Projektbis man das Projekt verlässt oder daraus entfernt wird.
Grüße eines Mitglieds, das das Projekt verlässtwas der Hero noch nicht gesehen hat, wird dabei gelöscht.
Entscheidungen des Hero zu den Rechtstextenso lange, wie das Projekt besteht.
Meldungen über Inhalte (Abschnitt 3.8)12 Monate nach dem Abschluss der Bearbeitung; solange eine Meldung offen ist, bleibt sie.
Protokolle des Studio-Servers (Abschnitt 3.7)höchstens 31 Tage.
Protokolle des Servers für Videogespräche14 Tage.
Protokolle des Mailversandsnach den Fristen von Hetzner.

7 Rechte der betroffenen Personen

Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch, und das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren. Die Anschrift steht in Abschnitt 1.

8 Der Hero entscheidet selbst

Der Hero stimmt am Tablet selbst zu — den Nutzungsbedingungen und dieser Erklärung, jedem Dokument für sich. Solange er das nicht getan hat, zeigt das Tablet nichts an: keine Bilder, keine Termine, keine Grüße, keine Anrufe.

Gefragt wird er beim Start der App — nach der Einrichtung, nach einem Neustart des Tablets, nach einer Aktualisierung. Ändert sich ein Text, während das Tablet läuft, wird der laufende Betrieb dafür nicht unterbrochen; gefragt wird beim nächsten Start.

Er kann auch ablehnen. Dann ruht die Anzeige, und die Ablehnung wird dem Besitzer des Projekts angezeigt — damit er sie mit dem Hero klären kann, notfalls vor Ort. Danach kann der Hero erneut entscheiden: Er selbst kann den Text am Tablet wieder öffnen, und der Besitzer kann ihn von der CompanionApp aus erneut vorlegen lassen. Jede Entscheidung wird mit Dokument, Fassung und Zeitpunkt festgehalten, die Ablehnung ebenso wie die Zustimmung.

Davon unberührt bleibt, dass die Angaben über den Hero von den Begleitern stammen und dass der Besitzer des Projekts dafür verantwortlich ist, dass sie verarbeitet werden dürfen. Er stimmt in der CompanionApp für sich selbst zu; die Zustimmung des Hero ersetzt das nicht, und seine ersetzt die des Hero nicht.

9 Was die App nicht tut

  • Keine Werbung, kein Tracking, keine Weitergabe an Dritte zu eigenen Zwecken.
  • Keine automatisierte Entscheidung, kein Profiling.
  • Keine medizinische Überwachung. Die App ist ein Kommunikationswerkzeug, das Angehörige betreiben. Sie ist kein Notruf, kein Alarm und kein Medizinprodukt, und die gemeldeten Betriebsdaten sind keine Gesundheitsdaten.
  • Keine Erhebung bei Kindern.

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